Zentrum > Kirche und Religion > Allgemeine Information

Allgemeines zu Alten- und Pflegeheimen

Mit zunehmendem Alter steigt für alle Menschen die Wahrscheinlichkeit, betreuungs- und pflegebedürftig zu werden. Wenn der persönliche Pflegebedarf dann auch durch mobile soziale Dienste nicht mehr abgedeckt werden kann, ist es möglich in ein Alten- oder Pflegeheim bzw. Geriatriezentrum der Stadt Wien zu übersiedeln.

Bei der Aufnahme in ein Pflegeheim gilt das Prinzip der Freiwilligkeit, d.h. dass Sie nur mit Ihrer ausdrücklichen Zustimmung aufgenommen werden können. Je nach Träger müssen Sie einen schriftlichen Antrag stellen, dem Sie neben Ihren Personaldokumenten auch Unterlagen über die Pflegebedürftigkeit (ärztliche Atteste etc.) und Ihre finanziellen Verhältnisse beilegen sollten.

Information und Beratung zu stationären Einrichtungen bietet das Pflegetelefon des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK) unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800/20 16 22.
Über das Broschürenservice des BMASK können Sie außerdem die Broschüre "Alten- und Pflegeheime in Österreich" (Band MITTE – Oberösterreich, Steiermark, Band OST – Wien, Niederösterreich, Burgenland sowie Band SÜD/WEST – Kärnten, Salzburg, Tirol, Vorarlberg) kostenlos bestellen.
In Wien erhalten Betroffene und Angehörige im Beratungszentrum "Wohn- und Pflegeheime" weiterführende Informationen.

Zur Finanzierung Ihrer Pflege kann sowohl Ihr Einkommen inklusive Pflegegeld als auch vorhandenes Vermögen herangezogen werden. Reicht beides nicht aus, um die Kosten zu decken, wird unter bestimmten Voraussetzungen ein Kostenzuschuss nach dem Sozialhilfe- bzw. Mindestsicherungsgesetz Ihres Bundeslandes gewährt. In einem solchen Fall verbleiben Ihnen 20 Prozent der Pension, die Sonderzahlungen sowie 44,30 Euro als monatliches Taschengeld vom Pflegegeld.

Erkundigen Sie sich also rechtzeitig über alle notwendigen Schritte bei der jeweiligen Heimverwaltung!

TIPP
Auf den Seiten des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz finden Sie einen Musterheimvertrag zum Download.

Vorübergehende Aufnahme in einem Alten- und Pflegeheim

  • Übergangspflege
    • Der Aufenthalt in einem Pflegeheim erstreckt sich prinzipiell nur auf die Dauer der Pflegebedürftigkeit (z.B. nach einem Spitalsaufenthalt zur Rehabilitation). Pflege und Therapie können Ihnen unter Umständen die Rückkehr in die vertraute häusliche Umgebung ermöglichen, wobei mobile soziale Dienste eine weitgehend selbstbestimmte Lebensführung gewährleisten.
  • Kurzzeitpflege
    • Falls die pflegenden Angehörigen die Pflege z.B. aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen für eine gewisse Zeit nicht ausüben können, besteht die Möglichkeit einer vorübergehenden stationären Betreuung des pflegebedürftigen Menschen in einem Alten- oder Pflegeheim.
  • Urlaubspflege
    • Zur Entlastung der pflegenden Angehörigen können pflege- und/oder betreuungsbedürftige Personen während der Urlaubszeit in einem Alten- oder Pflegeheim betreut werden.
TIPP
Geben Sie daher nach Möglichkeit vorerst Ihre Wohnung nicht auf!

HINWEIS
Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz hat gemeinsam mit dem Bundesverband der Alten- und Pflegeheime Österreichs, allen Ländern, dem Seniorenrat und unter Einbeziehung von Expertinnen/Experten ein "Nationales Qualitätszertifikat für Alten- und Pflegeheime in Österreich" (NQZ) entwickelt. Mit diesem Zertifikat können jene Alten- und Pflegeheime ausgezeichnet werden, die sich in besonderem Maße um die Lebensqualität ihrer Bewohnerinnen/Bewohner bemühen. Voraussetzung ist, dass ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt wurde und eine Selbstbewertung vorliegt. Derzeit verfügen 27 Alten- und Pflegeheime über das Zertifikat, zwei weitere durchlaufen derzeit das Zertifizierungsverfahren. Auf den Seiten des Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz finden sich auch Informationen über Lebensqualität und Würde im Alter.
Der Verein für Konsumenteninformation bietet den Ratgeber "Wohnen im Altenheim" an, den Sie gegen einen Unkostenbeitrag bestellen können. Dort finden Sie Kriterien für die richtige Wahl eines Heims, Informationen über die Kosten und Rechte der Heimbewohnerinnen/Heimbewohner und ihre Angehörigen und vieles mehr.
Stand: 04.02.2014
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Transparente Grafik zwecks Webanalyse

Quelle: HELP.gv.at

Logo HELP.gv.at